Die Nutzung der ER-Stress Proteine in therapeutischen Ansätzen der Nierenschädigung

AG Dihazi

Die Mehrheit der Nierenerkrankungen mündet in Nierenfibrose, die zu einer fortschreitenden funktionellen Verschlechterung der Niere führt.

Extrazelluläre Stimuli

Wir haben die „Secreted Form“ der Protein-Disulfid-Isomerase ERp57 als Schlüsselprotein bei der Zelltransformation in Richtung Fibrose etabliert. Aktuell beschäftigen wir uns mit der Frage: wie sich ERp57 auf die TGF-beta1 / Smad-Signalübertragung auswirkt und zur Progression der renalen Fibrose beiträgt. Im Rahmen dieses Projektes möchten wir den therapeutischen Nutzen der ERp57-Regulation bei Nierenfibrose untersuchen.

Calreticulin in Calcium Homöostase und kronische Niereninsuffizienz

Calcium (Ca2+) spielt eine wichtige Rolle in vielen physiologischen Prozessen wie Hormonsekretion, Muskelkontraktion, Knochenbildung, Nervenleitung. Die Niere, insbesondere das Nierenepithel als Ort der Ca2+-Resorption, spielt eine wichtige Rolle in der Ca2+-Homöostase des Körpers. Die Erhöhung der zytosolischen Calciumkonzentration wurde in chronischen Niereninsuffizienz (CNI) mit Störungen der Zellfunktion assoziiert. Außerdem wurde die CNI als einen Zustand der zellulären Calciumtoxizität bezeichnet. Calreticulin (Calr) ist ein endoplasmatisches Retikulum (ER) Protein mit zwei Hauptfunktionen: als Chaperon und als Ca2+-Bindung- und Speicherungsprotein.
Zurzeit untersuchen wir die Rolle der Calr in der zellulären Calcium-Homöostase. Darüber hinaus wird die mögliche Verwendung von Calr als therapeutisches Ziel in der zellulären Calciumtoxizität und CNI erörtert.

„Clinical Proteomics“ und die bildgebende Massenspektrometrie

Unsere Clinical Proteomics Labore verfügen über die nötige Expertise und Erfahrung zur Entwicklung von Massenspektrometrie basierten Methoden zu Erforschung der Pathomechanismen der Organkrankheiten. Die Labore greifen auf eine langjährige Erfahrung in der Durchführung von Entdeckungs- und Validierungsstudien für Biomarker mit großen Patientenkohorten zurück.
Die bildgebende Massenspektrometrie (MSI) verwendet proteomische und metabolomische Techniken mit räumlicher Auflösung, um die gleichzeitige Verteilung von Hunderten von Biomolekülen direkt auf Patientengewebeproben zu veranschaulichen. Der RapifleX MALDI Tissuetyper verfügt über ein großes Potenzial an Bestimmung neuer diagnostischer / prognostischer Biomarker sowie Pathologien mit überlappender / identischer Morphologie, die mit etablierten histopathologischen Methoden nicht unterschieden werden können. Unsere Arbeitsgruppe ist für das durch das Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) Anfang 2018 eingeführten RapifleX MALDI Tissuetyper verantwortlich. Es ist uns gelungen verschiedene Protokolle für die bildgebende Massenspektrometrie zu etablieren und diese erfolgreich in Kooperationsprojekte anzuwenden.

Kontakt

Labor- und Gruppenleiter Klinische Proteomics und Bildgebende Massenspektrometrie

apl. Prof. Dr. rer. nat. Hassan Dihazi

Kontaktinformationen

Mitglieder

  • Hanna Beißwenger
  • Hannah Neuenhofer
  • Kalara Dietz
  • Silivia Aufmkolk
     
  • Sayman Kakkar
  • Jakob Eckrich
  • Hauke S. Wülfrath

Former Lab Members

PhDs:                            

  • Dr. Nitin Kumar Agarwal               
  • Dr. Jan-henrick Streich              
  • Dr. Asima Bibi                      
  • Dr. Ivana Pesic                   
  • Dr. Rachana Trevidi                   
  • Dr. Gry H. Dihazi                   
  • Dr. Marwa Eltoweissy                   
  • Dr. Rabi Datta
  • Dr. Souad Bazra
  • Dr. Olga Kazendorn
  • Hilal Sarac M.Sc
  • Nazli Serin M.Sc
  • Praveen K. Nattramila

MDs and Masters:

  • Dr. Tanja Söllner
  • Dr. Annette Meyfarth
  • Dr. Ann-Christin Edel von Jaschke
  • Dr. Cosima Baumann
  • Dr. Moritz Hoffmann
  • Dr. Kathinka Rinka
  • Dr. Louna Lahrichi                           

Kooperationen

  • Klinische Chemie UMG (Dr. GH. Dihazi, Prof. AR. Asif, Dr. C. Lenz)
  • Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Technische Universität Dresden, Dresden (A. El-Armouche)
  • The University of Edinburgh (Dr. DA. Ferenbach & Dr. E. O`Sullivan)
  • Proteomics Facility, MPI Experimental Medicine Göttingen (Dr. O. Jahn)
  • Medical Molecular Biology Unit, Bangkok, Thailand (Prof. V. Thoongboonkerd)
  • Renal Research Institute, New York Medical College at Touro University, Valhalla, NY (Prof. M. Goligorsky)
  • Department of Pathology, UMG, Göttingen (Dr. S. Hakroush)
  • University Cadi-Ayyad, FST Marrakech Marokko (Prof. Abdellatif EL Meziane)

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